Wer einen Hund hat, kennt das Ritual: Die Fleece-Hundedecke wird irgendwann so durchtränkt von Hundehaaren, Geruch und dem allgemeinen Hundealltag, dass kein Lüften mehr hilft. Sie muss in die Wäsche. Und dann stellt sich die Frage, wie man das so angeht, dass die Decke danach wirklich sauber ist – und nicht die halbe Waschmaschine mit Tierhaaren tapeziert.
Das Tierhaar-Problem vor dem Waschen lösen
Tierhaare und Fleece sind eine ungünstige Kombination. Die aufgeraute Oberfläche des Stoffs fängt Haare förmlich ein – sie verankern sich in den Fasern und lassen sich durch normales Waschen kaum vollständig entfernen. Schlimmer noch: Nasse Tierhaare können sich in der Trommel verklumpen und in anderen Wäschestücken festsetzen oder den Abfluss der Maschine belasten.
Die Lösung ist einfach, aber wichtig: Tierhaare vor dem Waschen so weit wie möglich entfernen. Eine Kleiderbürste oder ein Fusselroller funktioniert gut bei leichter Behaarung. Bei stark behaartem Fleece hilft es, die Decke kurz auszuschütteln und dann mit der Hand oder einem Gummihandschuh gegen die Faserrichtung zu streichen – die Haare lösen sich dabei überraschend leicht.
Wer eine Fusselrolle mit klebrigem Band verwendet, sollte bei Fleece vorsichtig sein: Zu viel Druck kann die Faserstruktur belasten. Leichtes Abrollen reicht.
Geruch wirklich loswerden
Hundedecken haben oft einen hartnäckigen Eigengeruch, der sich nach einer normalen Wäsche nicht immer vollständig verflüchtigt. Das liegt daran, dass Geruchsmoleküle tief in die Fasern einziehen können – besonders wenn die Decke lange benutzt wurde, ohne gewaschen zu werden.
30 Grad reichen für leichte Gerüche aus. Bei stärkerem Geruch kann man auf 40 Grad gehen – das ist der Maximalwert, den Fleece dauerhaft verträgt, und bei dieser Temperatur werden Gerüche deutlich effektiver gelöst.
Ein Schuss Natron ins Waschmittelfach oder direkt in die Trommel kann helfen. Natron neutralisiert Gerüche auf natürliche Weise, ohne die Fasern zu belasten. Kein Essig direkt mit Waschmittel kombinieren – die Reaktion neutralisiert beide Mittel und macht sie wirkungslos.
Wer nach dem Waschen merkt, dass ein leichter Geruch geblieben ist, kann die Decke nochmals ohne Waschmittel bei 30 Grad durchlaufen lassen. Das spült verbliebene Geruchsrückstände aus.
Waschmaschine schonen
Eine stark behaarte Hundedecke belastet die Waschmaschine mehr als normale Wäsche. Die Haare können sich im Flusensieb ansammeln und bei sehr starker Behaarung den Abfluss belasten.
Das Flusensieb nach dem Waschen reinigen – das ist bei Hundedecken keine optionale Maßnahme, sondern Pflicht. Wer die Maschine langfristig schonen möchte, legt die Decke in ein Wäschenetz. Das hält zumindest einen Teil der Haare zusammen und verhindert, dass sie sich in der gesamten Trommel verteilen.
Nicht zusammen mit heller Kleidung waschen. Tierhaare auf einem weißen Hemd sind schwer zu entfernen.
Programm und Temperatur
Schonwaschgang bei 30 bis 40 Grad, Schleuderzahl maximal 800 Umdrehungen. Das gilt für Hundedecken genauso wie für andere Fleecetextilien. Kein Weichspüler – er hinterlässt Rückstände in den Fasern, die Gerüche langfristig eher festhalten als lösen.
Ein mildes Feinwaschmittel reicht aus. Speziell für Tiertextilien entwickelte Waschmittel gibt es, sie sind aber nicht zwingend notwendig.
Trocknen
Lufttrocknen auf einem Wäscheständer. Hundedecken aus Fleece trocknen schnell, und die frische Luft hilft, letzte Gerüche zu neutralisieren. Wer möchte, kann einen kurzen Trocknergang auf niedrigster Stufe einlegen – zehn Minuten reichen, danach fertig lufttrocknen.
Nach dem Trocknen die Decke ausschütteln. Manchmal lösen sich beim Trocknen noch einzelne Haare, die vorher nicht entfernt wurden – ein kurzes Ausschütteln oder Nachbürsten bringt die Oberfläche wieder in Ordnung.
Eine Hundedecke, die regelmäßig und richtig gewaschen wird, hält deutlich länger – und der Hund liegt lieber auf einer frisch gewaschenen Decke als man denkt.
